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10 % der Bevölkerung leiden unter Gelenkerkrankungen, die mit einer Zerstörung des Knorpels einhergehen. Zerstörung des Gelenkknorpels und das Schmerzgeschehen hängen eng miteinander zusammen.
Die sogenannten Zytokine - Botenstoffe des Immunsystems - lösen die chondrale Läsion aus. Wenn dieses Netzwerk sich gegenseitig kontrollierender Immunstoffe aus der Balance gerät, wird der Gelenkknorpel zerstört.
Systemisch verabreichte Medikamente gelangen nur bedingt und in stark verringerter Konzentration in den Innenraum degenerativ oder entzündlich veränderter Gelenke. Daher müssen diese systemisch verabreichten Substanzen in hoher Dosierung verabreicht werden. Das führt bei längerem Gebrauch zu unvermeidlichen Nebenwirkungen. Hinzu kommt die bislang fehlende chondroprotektive Wirkung der gängigen Medikamente.
In den vergangenen 10 Jahren wurden in der Forschung biologischer und molekularbiologischer Mechanismen der Gelenkzerstörung große Fortschritte erzielt.
Prozesse, die ursprünglich rein dem Immunsystem zugeschrieben wurden, sind bei der Entstehung sowohl von Entzündung als auch Knorpelzerstörung im Gelenk von zentraler Bedeutung. Eine Vielzahl renommierter Forschungsarbeiten u. a. der Universitäten Pitsburgh und Harvard haben zweien dieser Zytokine die entscheidende Rolle bei Gelenkerkrankungen zugewiesen. Aus diesem Ansatz wurde ein neues Therapiekonzept entwickelt, das auf die Neutralisierung dieser Zytokine abzielt. Das Orthokin-Verfahren stimuliert Zellen im Patientenblut so, dass diese autologe Zytokinantagonisten produzieren. Das körpereigene Patientenserum blockiert nach Injektion ins Gelenk die weitere Gelenkdegeneration.